Normgerechte Sicherheitskennzeichnung und Hinweisschilder: So erfüllst du ISO 7010 und ASR A1.3

Warnhinweis

Normgerechte Sicherheitskennzeichnung und Hinweisschilder: So erfüllst du ISO 7010 und ASR A1.3

Warnhinweise, Verbotsschilder, Gefahrenaufkleber und Rettungszeichen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Sicherheitskennzeichnung. Sie sorgen dafür, dass Gefahren schnell erkannt und richtig eingeschätzt werden können – unabhängig von Sprache oder Herkunft. In Deutschland spielen dabei insbesondere zwei Regelwerke eine zentrale Rolle: ISO 7010 und ASR A1.3. Sie definieren, wie Warnzeichen gestaltet sein müssen, um eindeutig, verständlich und rechtskonform zu sein.


Warum sind Normen so wichtig?

Normen stellen sicher, dass Sicherheitskennzeichnungen einheitlich, leicht erkennbar und international verständlich sind. Einheitliche Formen, Farben und Bildsymbole ermöglichen es, Gefahren auch in Stresssituationen schnell zu erfassen. Gleichzeitig schaffen normgerechte Warnhinweise eine wichtige Grundlage zur Erfüllung gesetzlicher Pflichten im Arbeitsschutz.


ISO 7010 – Internationale Sicherheitszeichen

Die ISO 7010 ist eine international gültige Norm für Sicherheitszeichen. Ihr Ziel ist es, weltweit einheitliche Piktogramme für Sicherheits- und Gesundheitsschutz bereitzustellen.

Die ISO 7010 definiert unter anderem:

  • Farben
    • Gelb: Warnung vor Gefahren
    • Rot: Verbot oder Brandbekämpfung
    • Blau: Gebot
    • Grün: Rettung, Erste Hilfe
  • Formen
    • Dreieck: Warnzeichen
    • Kreis (rot): Verbotszeichen
    • Kreis (blau): Gebotszeichen
    • Rechteck oder Quadrat: Rettungs- und Brandschutzzeichen
  • Bildinhalte (Piktogramme)
    Klar reduzierte, standardisierte Symbole, die die jeweilige Gefahr oder Handlung eindeutig darstellen.

Wichtig: Das eigenständige Gestalten von Warnhinweisen ist nicht zulässig, da Sicherheitszeichen den festgelegten Normen entsprechen müssen. Auf Wunsch prüfen wir deine Piktogramme, damit deine Kennzeichnung korrekt und vorschriftskonform ist. ISO-7010-Zeichen sind sprachneutral und besonders für Unternehmen mit internationalen Mitarbeitenden oder Besuchern wichtig.


ASR A1.3 – Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung in Deutschland


Die ASR A1.3 (Technische Regel für Arbeitsstätten) konkretisiert in Deutschland die Anforderungen an Sicherheitskennzeichnungen gemäß Arbeitsstättenverordnung. Sie baut auf der ISO 7010 auf, geht jedoch in einigen Punkten weiter.

Die ASR A1.3 regelt insbesondere:

  • Anwendung und Platzierung von Warn- und Sicherheitszeichen
  • Mindestgrößen in Abhängigkeit von Betrachtungsabstand
  • Kombination von Piktogrammen und Zusatztexten
  • Einsatz von Sicherheitsfarben und Leuchtstoffen

Damit stellt die ASR A1.3 sicher, dass Sicherheitszeichen nicht nur korrekt gestaltet, sondern auch gut sichtbar und wirksam eingesetzt werden.


Farben, Formen und Bild: Die Kernelemente der Kennzeichnung

Unabhängig von der Norm folgen Warnhinweise und Piktogramme immer denselben Grundprinzipien:

  • Farben transportieren die Art der Information (Warnung, Verbot, Gebot, Rettung)
  • Formen geben sofort Auskunft über die Kategorie des Zeichens
  • Bilder vermitteln die konkrete Aussage klar und eindeutig

Nur wenn alle drei Elemente normgerecht kombiniert werden, kann ein Warnhinweis seine Schutzfunktion vollständig erfüllen.


Fazit

Warnhinweise und Piktogramme sind nur dann wirksam, wenn sie normgerecht gestaltet und richtig eingesetztwerden. Die ISO 7010 sorgt für internationale Einheitlichkeit der Symbole, während die ASR A1.3 deren Anwendung im deutschen Arbeitsumfeld präzisiert. Unternehmen, die diese Normen beachten, erhöhen nicht nur die Sicherheit, sondern reduzieren auch rechtliche Risiken.

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